Traurig.

Alle Menschen wünschen sich immer "so genommen zu werden wie man ist". Das kann ich auch verstehen, ich gehöre ja schließlich auch zu alle Menschen. Aber es gibt Punkte, die gefallen einem persönlich einfach nicht so, dass man sie zwar hin nimmt, sie aber deswegen nicht unbedingt gut findet. Ich denke das ist normal. Menschen die ihre eigene Meinung haben, sollten sie deshalb trotzdem weiter vertreten dürfen. Schade wenn man die nicht mal sagen darf. Sagen heißt ja nicht, das der andere Mensch sie sogleich voll annehmen, oder überhaupt annehmen muss als seine eigene. Darum geht es ja eigentlich gar nicht.

Wenn man immer wieder in Frage gestellt wird, und immer kommt "die anderen haben ja gesagt…", dann fühlt man sich nicht besonders gut, und schon gar nicht angenommen. Mir war es immer egal was andere Menschen gesagt haben, trotzdem haben die Menschen bei mir selbst immer eine Chance bekommen. Siehe S., der war ja nun wirklich nicht der "Traummensch", aber auch er hat seine Chance, oder besser gesagt gleich mehrere bekommen. Am Ende war ich es, die alleine da stand, und der Arsch war.

Wenn dann aber von Menschen, die mich absolut nicht kennen, so Sprüche kommen wie gestern von J. Schwester, dann frag ich mich, was soll das eigentlich? "Dich braucht sowieso keiner." Sowas muss ich mir sagen lassen, und dann muss ich mir dazu noch geben, dass ich die Menschen nicht nehme wie sie sind? J. ist immer so verletzt gewesen, egal ob ich einfach nur meine Meinung gesagt habe zu einem Thema, oder ob ich versucht habe sie aufzubauen. Kam nicht so an, war blöd, aber es tat mir leid. Ich hab es dann lieber gelassen, weil ich dachte, sie kann sich so besser selbst wieder fangen. Aber ich bin niemals so unter die Gürtellinie gegangen, und was anderes ist das nicht. Egal ob ich den Menschen kenne oder nicht, wer mir sowas sagt, der hat nur ein Ziel, er will verletzen, und sonst nichts. Ich kann ja verstehen, dass man die kleine Schwester beschützen möchte, aber das muss man nicht auf diese Art tun. Aber das steht natürlich jedem frei. Die Entschuldigung "ich hab damit aber nix zutun" kommt so absolut unehrlich rüber, wenn dann sofort im Anschluss wieder Anklagen kommen.

Mir vorwerfen lassen, dass ich gelogen habe muss ich auch nicht. Denn nur wenn etwas nicht so ankommt wie es gemeint ist, heißt noch lange nicht ich lüge, oder meine etwas wirklich so wie es ankommt. Man muss nicht immer in alles etwas hinein interpretieren. Da ich das aber selbst auch gut kann, kann ich das nicht so übel nehmen. Das kann man klären, wenn man will.

Wenn ich verletzt bin, dann bin ich erstmal verletzt. Dann mag ich nicht sofort antworten. Ich glaub das ist eine der Sachen die ich mir "abgeschaut" habe. Aber nicht mit Absicht. Immerhin könnte ich auch gleich rumpoltern, aber das will ich gar nicht, weil das ja auch nicht besser ankommen würde. Wieso muss man dann immer gleich eingeschnappt sein?

Wenn man dann noch zig mal gesagt bekommt "du magst mich ja sowieso nicht, du kannst mich ja nicht leiden, dann kannst du mich ja auch gleich löschen", ist das nicht grad förderlich für mich jemand zu mögen. Das gibt mir eher das Gefühl, dass ich nur "ausgetestet werden soll", oder einfach nur eine Verschiebung/Spiegelung statt findet. Klar, ich sage ganz offen und frei, dass ich jemand vermisst habe, und das auch noch, obwohl ich absolut ungern sage was ich fühle, weil es doch eh nur mit Füssen getreten wird. Wieso sollte sowas gelogen sein??? Was hätte ich davon? War ich nicht die Jenige, welche sie wieder angeschrieben hat?

Muss immer das Wort "danke" geschrieben werden, um jemand für etwas "zu danken". Muss ich nach Problemen gleich zur "Normalität" zurück gehen können, obwohl der andere es selbst nicht kann?

Wie ernst genommen fühlt man sich wohl, wenn über alles und jeden nur positive Worte geschrieben werden, und über einen selbst immer nur das Negative? 

Wenn ich so negativ bin wie J. gestern geschrieben hat, dann ist es wohl wirklich besser wenn wir wieder komplett getrennte Wege gehen. So weh wie das auch tut, irgendwann ist bei mir auch eine Grenze erreicht, und so sehr man mich schon schlecht gemacht hat, ein kleiner Funke in mir sagt, ganz so schlecht kann ich nicht sein, das geht einfach gar nicht. Irgendwas an mir muss auch gut sein, zumindest ist das meine große Hoffnung. 🙁 

Ich hab gestern so geheult, aber wen interessiert das schon. 🙁 Gefühle anderer werden dauernd thematisiert, aber was ist mit mir? 🙁 Und dann aus Frust C. die Schuld geben ist so unnötig… aber egal. *seufz* 

Es hat wohl nicht sollen sein. 🙁

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