Enttäuscht.

Ich frag mich immer wieder, was ist es, das manche Menschen in meiner "Nähe" hält? Ist es nur Neugierde? Ist es echte Zuneigung? Oder was? 

Wenn ich eins auf den Tod nicht leiden kann, dann wenn Menschen etwas besser wissen wollen als man selbst, obwohl sie nie in der Situation waren. Ich frage mich, warum muss man beleidigend werden, wenn anderen etwas nicht passt? Wenn ein Ratschlag mal wieder ein Schlag war? Warum lesen die Menschen nur halb, wenn sie überhaupt lesen. Aber das ist immer so. Und immer wieder bei solchen Menschen wo man es lange lange nicht für möglich hält, die selbst ziemlich allein da stehen. Aber ich bin auch nicht das Trampolin für alle, und ich hab es satt mich mies behandeln zu lassen.

Schon letzten Montag hab ich einen Rundumschlag gemacht und einige Leute von meiner FB Liste geklatscht, interessiert hat es kaum jemand, das zeigt ja schon was es heißt "ich nehme dich wie du bist". Eine Dame war nämlich darunter, die das auch meinte immer wieder sagen zu müssen, aber ich muss mir auch den Mund nicht verbieten lassen. Wenn man das mehrfach erlebt hat, nachdem einen die Leute lächerlich gemacht haben, dann mag man auch da nicht mehr. Es ist einfach nicht fair, und einsetzen tut sich natürlich auch keiner. Shit happens, so ist das halt, Menschen kommen und gehen.

Lange lange bin ich immer für die Leute da, umgekehrt wird gesagt "ich bin doch auch immer für dich da". Wo aber sind die Menschen, wenn man jemand braucht? Ich konnte es nicht erkennen das einer von den geschmissenen "immer" da war. Das kommt allein schon daher, weil ich eigentlich nie zu den Leuten gehe, mich nicht zu traue sie anzuschreiben, das ist für mich eine entsätzliche Überwindung, die ich einfach nicht mehr schaffe zu überbrücken. Es gibt ein paar wenige Menschen die ich auch m-a-l, also höchst selten von selbst anschreibe, in der Hoffnung nicht zu stören. So ist es halt mit den Menschen die sich unnütz fühlen. Ich geb da keinem die Schuld für, aber sich selbst anbieten, das machen bewusst nur zwei im Moment, und dieser Moment hält schon ziemlich lange an.

Aber als Krönung muss ich mir anhören, wie arm dran mein Freund mit mir ist. Ich bin nicht einfach, das stimmt ganz sicher. Aber mein Freund auch nicht. Und bevor ich scheiße mache, kotz ich mich lieber aus, denn diese psychische Last die mich schier erdrückt, möchte mich so manches Mal ganz anders handeln lassen. Und sowas von einer die selbst schon genug mit Depressionen zutun hatte. Ich kapier das einfach nicht. Aber so ist das eben. 

Ist für mich das Gleiche, wie wenn ich sage vor der Buchmesse, dass ich eine unbändige Angst/Panik habe, dass ich schreibe per SMS das ich heule, dass es aber nicht ernst genommen wird, geschweige denn geglaubt. Sowas macht mich echt traurig, dabei reicht mir schon, dass Stefan damit nichts anfangen kann. Aber so richtig glaubt das scheinbar keiner. Wenn die Leute wüssten was das für mich für eine Überwindung ist jedes Mal, und alles nur, weil ich Angst vor Bewertungen habe, das ich scheiße ankomme, oder irgendwas in der Art. Aber die Leute geben mir halt auch kein besseres Gefühl, wenn es so ist wie jetzt.

Mich macht das alles einfach nur traurig, aber an Ehrlichkeit kann ich nicht mehr glauben, dabei stempeln mich ja eh schon alle deswegen als extrem ab. Aber wie soll man so auch vertrauen? Ich kann es nicht, und anderen geht es einfach nicht wie mir…

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