Die ersten Tage in Erlangen.

Die ersten Tage meines Klinikaufenthalts in Erlangen sind vorbei, und meine Schonzeit scheint endgültig vorbei. Eine Woche und einen Tag habe ich es bereits ausgehalten, aber der Stress ist riesig für mich. Ich hab mich noch nicht daran gewöhnt, und mein Fuß ist jetzt schon dick ist und schmerzt. Eigentlich müsste ich jeden Abend und Morgen laufen wenn es nach dem Plan geht, aber das kann ich nicht. Verständnis hin, Verständnis her, so ist es nun mal, und das ändert weder ein strenger böser Spruch, noch ein nettes Wort. Gut fühl ich mich deshalb auch nicht gerade, aber ich hab mir diesen blöden Körper auch nicht aus gesucht. Ich würde gern tauschen, aber wer will das schon freiwillig?

Ich hab mich jetzt schon in der Holzgruppe vorgestellt, aber mehr als eine Stunde halte ich den Krach nicht aus. 🙁 Ergo ist für mich zu lang, 2,5h. So richtig hab ich nichts auf die Reihe bekommen. Der ganze Stress, die viel zu engen Pläne ohne Pausen, das raubt mir den letzten Nerv.

Mit Stefan ist und bleibt es schwierig. Ich frag mich wie da wieder etwas werden soll? Er weiß nach fast drei Jahren nichts mit mir anzufangen. Klar er gibt sich immer wieder Mühe. Aber es ist mir zu wenig. Ich verhungere emotional, aber das bekommt er nicht mit. Traurig aber wahr.

 

Zerbrochen.

Ich glaube gestern habe ich den dümmsten Fehler seit ca. 1,5 Jahren begangen. Ich hab darüber zwar schon länger nachgedacht, aber manchmal ist es einfach besser die Klappe zu halten. Aber gestern Abend brach mal wieder alles über mich herein, und in diesem emotionalen Tief musste ich feststellen wie unwichtig ich bin. Mich zerreißt es, und ich kann nichts daran ändern. Nochmal alles aufgezählt zu bekommen was ich alles nicht habe hat mich zerrissen, und wieder in diese Kerbe gehauen, die mir schon die ganze letzte Zeit zu schaffen macht. Und dann immer diese Erinnerung „du bist es nicht wert“, und das sitzt so tief, wie es nur sitzen kann.

Jetzt bin ich in einer Klinik und trotzdem fühl ich mich einfach nur wertlos, und bekomme nicht annähernd das Gefühl das ich auf dem Weg der Besserung bin. Ich schaffe es ja nicht mal nach vorn zu gehen und zu sagen wenn mir was fehlt. Mir fehlt aber etwas, bei dem mir niemand helfen kann. Kein Mensch dieser Welt wird es schaffen mich wieder auf den rechten Weg zu lenken, wenn diese Abscheu so tief sitzt.

Und wieder diese Gedanken vom Ende…

Was für ein WE… :(

Als ich heute morgen wach wurde, hatte ich das Gefühl gleich zu ersticken. Ich muss im Schlaf geheult haben, vermutlich verarbeitet mein Körper im Schlaf das, was ich tagsüber nicht bearbeitet bekomme. Was mir zuviel ist auszusprechen.

Gestern habe ich versucht ganz normal mit Stefan zu reden, naja, eher zu schreiben. Aber es ging absolut nach hinten los. Er ist absolut nicht bereit mit mir zu reden, sich mit mir auseinander zu setzen. Es fühlt sich an als habe er bereits mit allem abgeschlossen. Ich verstehe es nicht. Warum hat er sich nach 4 Tagen völlig daneben benehmen überhaupt entschuldigt? War das nur eine Momentaufnahme das ihm der Lichtblitz kam?

Das WE war die absolute Hölle für mich. Kein Reden, nichts zusammen machen. Vorwürfe Vorwürfe Vorwürfe. Die ganze Zeit pausenlos Vorwürfe, wie sehr ich ihn belaste. Ich denke nur an mich, dabei sage ich seit Tagen zu ihm, dass er zum Arzt muss. Aber das ist egal, das nimmt er nicht für voll. Er geht gebückt wie ein alter Opa. Ich fürchte er hatte noch einen Bandscheibenvorfall, aber er geht nicht danach, er sitzt es aus, und denkt das reicht. Ich nehme keine Rücksicht, und denke nur an mich. Das ich aber nicht mehr kann, meine Psyche völlig platt ist durch all das was hier abgeht und ging sieht er nicht. Das er, ja er dafür verantwortlich ist kommt ihm auch keine Sekunde in den Sinn. Wenn ich ihm sage, dass es für mich einfach zuviel war, kommt nur „ja mit Vorwürfen ist auch nix besser“. Nein stimmt, damit ist auch nichts besser, aber ich kann nun wirklich das Wenigste für all das.

Als André noch da war, war es der böse André der nicht mal auf die Idee kam mir das Essen hoch zu bringen, aber jetzt ist das für ihn schon zuviel. Es gab Zeiten, da sah das anders aus, aber auch das zählt zu meiner Rücksichtslosigkeit. Ich habe gesagt, dass er für mich nichts mehr machen soll, das nimmt ihm wenigstens diese Arbeit. Trotzdem hat er recht, ich esse nichts, weil ich es nicht alleine auf die Reihe bringe. Nein, es ist nicht Faulheit, es ist die Psyche. Ich kann nicht. Aber wie soll das jemand, der sich nach fast drei Jahren immer noch nicht mit mir befasst hat, verstehen?

Ist Respekt nicht eigentlich das Normalste der Welt? Sollte das nicht das sein, was man gerne gibt in einer egal wie gearteten gegenseitigen Bindung?

Er meint, egal welche Termine, man könne gar keine ausmachen für mich, und gibt als Beispiel den Zahnarzt an. Aha, weil Zahnarzt auch ein vergleichbarer Termin zu einem Treffen mit Bekannten ist. Das ich vor dem Zahnarzt höllische Angst habe vergisst er da direkt. Aber warum Migräne ernst nehmen und ein Auge was irgendwie verletzt ist. Sind doch alles nur Ausreden. So können nur Menschen reden die keine wirkliche Migräne kennen. Für mich ist Licht und reden absolut schwierig wenn ich eine Migräneattacke habe. Ich hatte ja auch kein Tabletten mit denen ich irgendwas hätte lindern können, aber die Leute vergleichen ja immer wieder gern Äpfel mit Birnen und wundern sich dann ernsthaft warum sie ganz anders aussehen von außen. Von Stefan hätte ich erwartet das er das kapiert, ich hab gedacht er nimmt wenigstens das ernst, aber nein, er hat es nie ernst genommen, er hat immer nur gelabert, wie bei sovielen Sachen. Das macht mich so unendlich traurig, aber ich kann es nicht ändern, es ist wie es ist.

Ich weiss nicht wie ich mit dieser Kälte umgehen soll. Mein Muckelhase weiss es scheinbar auch nicht, denn er bleibt nur noch bei mir. Aber bei Stefan ist angeblich alles ganz normal. Eigentlich wollte ich meine Wohnung aufgeben und eventuell doch komplett mit hier rein, aber es ging bei dem miesen Treffen ja gar nicht mehr darum. Sie wollten es nur noch ausreden. Und das Ende vom Ganzen war, dass sie uns das Gas abgedreht haben, so als Rache. Danach war Stefan lämmchenzahm, er hatte keinen Lebensmut mehr, er war geknickt und verletzlich, er hat plötzlich Sachen für möglich gehalten, die er nie sonst gesagt hat. Aber gleich danach war wieder alles anders, nämlich genau seit dem Zeitpunkt, seit das Gas wieder an ist. Er braucht einen Schuldigen, und den lieben netten Leuten kann er ja nix nachweisen, und trotzdem weiss er selbst das es so ist. Man könnte ja auch die Fingerabdrücke nehmen lassen. Aber ganz ehrlich, ich brauche keine Beweise, ich weiss es einfach! Aber da er ihnen nix beweisen kann, muss ein anderer Arsch her. Tadaaa!!! Das bin ich!

Ich bin ernsthaft am Überlegen ob ich mir den Trolli aus dem Dehner hole, meine Kätzchen rein packe, und nach Nürnberg in meine Wohnung fahre. Ich fühle mich emotional allein gelassen, obwohl wir hier nicht alleine sind. Schrecklich dieses Gefühl. :'(

Wochenrückblick – KW 01 -2015.

Da ich in meinem Bücherblog jetzt seit einigen Monaten auch sowas wie einen Wochenrückblick geschafft habe, versuche ich es auch noch einmal hier im privaten Blog. Muss doch wohl zu schaffen sein. 😉

Gesehen: Gestern Abend kam der erste Teil des 3 Teilers „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“, ansonsten gab es die letzten Tage vermehrt ARD oder Sat.1, das waren wohl TV-technisch die letzten guten Tage.

Gehört: Solarfake

Gelesen: „Insel der blauen Gletscher“ – bin jetzt etwa mittig

Gemacht: mehr geschlafen als sonst, gelesen, meinen Planer vorbereitet, endlich nen riesigen Sack Heu organisiert

Gegessen: Kartoffelbrei und Kraut, Sahnefisch und Kartoffeln 2x, Brot mit Erdbeermarmelade, Schoki von der Maus

Getrunken: Spezi, Pfeffitee, Tee Schneewunder

Gedacht: Warum gibt es soviele gefühlskalte Menschen? Warum ist heucheln notwendig?!

Gefreut: Das sich C. in der Silvesternacht noch gemeldet hat.

Geärgert: Über das Hinundher mit dem Heimkommen von S. Darüber, dass A. erst was gesagt hat, und es dann doch anders gemacht hat. Dieses hintenrum Gequatsche.

Gewünscht: Dass Silvester nicht so schlimm wird wie Weihnachten, das Ergebnis war allerdings weitaus schlimmer. 🙁

Gekauft: Heu, bissl Essen

Geklickt: Facebook, Gmail