Nachtmahr Konzert. Spektakulum – RoFa.

Irgendwie war dieses WE mehr als ernüchternd. Seit Freitag liegt nun auch Stefan flach, es hat ihn ziemlich erwischt, eben genau wie mich. Meine Halsschmerzen sind aber jetzt einigermaßen weg, und mir geht es sonst auch etwas besser. Dachte ich zumindest. 

Freitag war in der RoFa Nachtmahr, und ich wollte doch so gern hin, zumal auch Mittelaltermarkt sein sollte. Da wusste ich nur noch nicht das es Stefan auch erwischt hat. Also hatte ich mich auf einen Gästelistenplatz beworben, und hab diesen auch gewonnen. Als Stefan nach Hause kam war jedoch klar, der Abend würde kurz werden, und ich wieder allein mit mir sein. Ich hatte sogar noch geschlafen, bin nicht mal wach geworden als er kam. Als ich dann die PN von der RoFa sah war ich irgendwie traurig und happy zugleich. 🙁 Ich hab Stefan davon erzählt, und hab rumgesponnen, dass er mich ja fahren könnte, und mich dann wieder abholt. Nach erstmal rummaulen, anders geht es bei uns schon gar nicht mehr, sagte er schließlich, dass ich mich fertig machen soll, und er mich fährt. Da war es allerdings schon so 20.30 Uhr.

Gegen 21.30 Uhr war ich dann in der RoFa drin, die Musik war endlich mal wieder richtig klasse dort, die Tanzfläche war voll, und eigentlich war fast alles dort Tanzfläche. So musste ich mich erstmal durchwuseln bis ich eine Stelle gefunden hab, wo ich mich niederlassen kann. Ich bin dann auf die rechte Plattform von der Bühne aus, aber da warteten andere noch auf Freunde, so waren die Stühle dort alle besetzt, und dann bin ich auf die kleine Plattform links vor der Bühne, wo noch ein bisschen Platz war. Ich hab mir zwei Stühle geschnappt, auf den einen hab ich mich gesetzt, und auf den anderen habe ich meine Klamotten getan. So blieb das dann auch den ganzen Abend über. Nachdem ich erstmal ein bisschen Orientierung hatte, da man von hinten rein kam, hab ich erstmal geschaut wo ich was zu trinken bekam. Ich hab mir eine Cola geholt, was ich gut fand, diesmal gab es wieder Flaschen für 3 €.

Punkt 23 Uhr ging das Konzert dann los, und alle gingen ab wie verrückt, da war ich mehr als froh, dass ich meinen Platz auf der kleinen Plattform hatte. Da das Konzert bis gegen 0.30 Uhr ging, haben sich hinterher natürlich wieder die 16 jährigen beschwert, dass sie 0 Uhr rausgeworfen wurden, naja, ein bisschen kann ich es verstehen, aber ich durfte zu dem Zeitpunkt nicht mal zu Konzerten. Meine Mutter hätte mir sonst was erzählt, also hatten sie es so schon besser.
Kurz nach 0 Uhr schrieb ich Stefan dann auch schon mal, dass er sich langsam wieder auf den Weg machen sollte, denn ich hatte das Gefühl, dass bald Schluss ist, und so war es dann ja auch. Er war dann auch schon da und wartete draußen, weshalb ich mich gleich zum Ausgang gekämpft hab. Vorher bin ich allerdings noch am DJ-Pult vorbei, und hab tatsächlich noch eine Karte für das Konzert in der kommenden, also diese Woche zu ergattern, und das gelang mir. Mein Glück konnte ich natürlich kaum glauben. 🙂 Und meine Freude wollte ich auch Stefan zeigen, aber der war nicht erfreut, wie immer eigentlich. Er kann einfach keine Gefühle zeigen.

Ich bin dann rauswärts noch fix durch den kleinen Mittelaltermarkt der an diesem Abend da war gewuselt, und was mussten meine Äuglein da sehen? Ein für mich passendes Nietenhalsband. Diesmal zwar ohne Ring, aber zweireihig. Ohhh, das musste ich einfach haben. Und weil ich wirklich sehr sparsam war, hab ich mir das gegönnt. ♥ Aber auch mit dieser Freude konnte ich Stefan nicht anstecken, leider.

Anstatt nach Hause zu fahren war er die ganze Zeit in Nürnberg, und deshalb hatte ich dann erst recht ein schlechtes Gewissen. Aber die Musik wäre einfach nix für ihn gewesen. Nachtmahr ist schon eher härter, halt "Industrial", und genau mein Ding, auch wenn Stefan das bisher vielleicht noch gar nicht mitbekommen hat. Aber gut, er hat ja auch kein Interesse daran was ich mag, das stelle ich immer mehr fest. Er ist da halt ganz anders. Man merkt ihm sehr sein Alter an, und das er vorher nichts mit dieser Szene zutun hatte. Vor mir war er wohl noch nicht einmal bei einem Konzert live, seine anderen Frauen waren in dieser Sache wohl ganz anders. Aber es gehen ja weit ältere Menschen noch zu Konzerten, daher kann man das wohl nicht mit dem Alter in Verbindung bringen. Aber er wirkt in vielen Sachen schon sehr altbacken.

Wir haben dann noch fix nen Kakao für mich an ner Tanke geholt, er hat sich noch nen Energy Trink mitgenommen, und für diesen Tag war ich, trotz das ich fix und foxi war, weil ich ja noch nicht wirklich gesund war, ein bisschen glücklich als ich wieder ins Bett ging. Stefan ist dann auch gleich wieder eingeschlafen, und ich war noch lange wach, um genau zu sein bis Samstag Nachmittag, bis mir die Augen fast von selbst zu fielen…

Landgasthof Hirsch–Welden.

Hm, in der Nähe von Augsburg sein ist komisch, richtig komisch. Es erinnert mich so viel an eine Zeit die vergangen ist. An eine Zeit, die nie enden sollte. An eine Zeit voller Hoffnung. Was davon übrig geblieben ist, ist ja bekannt, nicht viel, nämlich gar nichts. Als ich vorhin vor dem Rathaus stand schlug es ein wie eine Bombe, und all die Gedanken waren wieder da. *seufz* Aber ich muss los lassen, es wird nie wieder so sein wie es einmal war, so ist der Lauf der Dinge eben.

Vorher waren wir beim Staubkind-Konzert, mein Gott war das heute voll. Ich hab so geschwitzt, und bald lief mir auch wieder das Wasser runter. Die Support-Band war leider nicht wie auf dem Ticket ausgewiesen Scream Silence, sondern Mundtot. Die haben mir auch sehr gut gefallen, sind wohl noch recht neu, und aus München, aber verstehen tu ich’s trotzdem nicht. Naja, shit happens. Früher Einlass gab es natürlich auch nicht, keine Ahnung wer den Schmarrn wieder in die Öffentlichkeit gebracht hat. Es war ziemlich kalt, und so haben wir uns noch ne gute dreiviertel Stunde die Beine in den Bauch gestanden, war froh, als wir endlich 19Uhr rein gelassen wurden.

Anschließend waren wir dann noch in der Stadt, sind in der Nudelbar essen gewesen, und dann ging es zurück in unseren Landgasthof. Abgeschminkt, TV an, und eingekuschelt. Aber ich frier wie ein Hund, die Heizung geht nicht. Trauriges Smiley Stefan ist wie immer recht schnell eingeschlummert, aber das wird sicher noch eine schwere Geburt. Immerhin kommt “Der Club der toten Dichter” im TV, so bin ich etwas abgelenkt, lesen kann ich auch nicht, die Nachttischlampe geht nicht. Grml. Naja, aber ein bissl Schlaf wäre net schlecht. *seufz*