Nachdenklich.

Im Moment werden zwei Frauen in einer Hundegruppe immer wieder angefeindet. Egal was sie schreiben, es gibt einen Angriff. Egal was andere schreiben, das ist ok, und keiner der Admins greift ein. Das habe ich nun wirklich schon mehr als einmal dort beobachtet, und mir macht es Bauchschmerzen. Es erinnert mich  so sehr an früher, an das was ich erlebt habe. Und ich hab lange gelitten unter dieser Situation. 🙁 Und es holt mich immer und immer wieder ein. Es macht mich traurig, dass Erwachsene keinen Deut besser sind als Kinder/Jugendliche. Was würden sie wohl sagen, wenn sie der Ausgestoßene wären?

Neues Jahr.

Das alte Jahr ist gegangen, ich hab es am Ende versucht zu ignorieren. Der Jahreswechsel war nicht viel besser als der letzte. Den ganzen Tag war ich alleine, Stefan hat bis gegen 22.30 Uhr gearbeitet, und ich war mit den Tieren allein zu Hause. Ich weiss gar nicht was ich dazu sagen soll. Stefan hat für uns Nudeln mit Meeresfrüchten mitgebracht. Es war ok, aber nicht mein Traum. Haben danach dann gespielt, natürlich ging es wieder nach seinen Wünschen. Ihm gefällt eigentlich gar nichts mehr, nur Rummy. Gut ich mag das Spiel auch, aber ich würde gern auch mal wieder eins meiner anderen Spiele spielen. *seufz* Seine Laune war anfänglich auch ziemlich garstig, also wie immer. Er hat sich dann zwar irgendwann gefangen, aber er kann es einfach nicht lassen dann blöd und gemein zu spielen. Dabei vergeht mir dann die Laune auf spielen. Warum er das macht begreife ich nicht. Ja er will gewinnen, aber das hat er auch so und so insgesamt. Ach wie ich das hasse. 🙁 Warum lässt er solche Spielchen nicht einfach bleiben!?

Ein paar wenige haben mir einen guten Rutsch gewünscht und ein frohes neues Jahr, aber es werden jedes Jahr weniger. Das ist auch nicht verwunderlich, und das obwohl ich in FB in vielen Gruppen bin, aber ich möchte dieses falsche Getue auch nicht mehr.
Scheinbar war es genau das ja auch bei meiner Familie. Keiner meldet sich bei mir. Keiner interessiert sich mehr für mich, ich bin abgeschnitten von der ganzen Welt, und im Dezember hab ich wieder ganz besonders gemerkt wie mich diese Situation quält, aber ich kann es nicht ändern, ich bin machtlos wenn es die anderen Menschen nicht mögen in meiner Nähe zu sein, oder mich nicht um mich haben wollen. Ich werde nicht mehr auf Knien rutschen und mich anbiedern, ich muss vorwärts schauen um irgendwie weiter zu leben, nicht nur zu überleben, alles andere muss ich hinter mir lassen, so schwer es mir auch fällt.

Heute am 1. Januar 2016 beginnt wieder ein neues Jahr, neue Hoffnung. Ich möchte gar keine unerfüllbaren Vorsätze haben, ich wünsche mir einfach nur ein bisschen mehr Glück als im letzten Jahr, denn das hat mir wirklich verdammt viel abverlangt. Mehr als ich teilweise geben konnte. Aber das Leben fragt oft nicht was geht, es fordert einfach ohne Unterlass, und es hat ja auch keiner gesagt das es einfach werden würde.

Ich bewundere immer wieder die Menschen die es schaffen auf irgendeine Weise glücklich zu sein. Natürlich weiss ich, dass jeder so das ein oder andere Problem hat, aber die Leute schaffen es damit zu leben, nicht nur zu überleben. Mir gelingt das leider nicht, weshalb meine Lebenslust wirklich sehr gedämpft ist. *seufz*

Allen Lesern, falls es noch welche gibt, wünsche ich ein gesundes neues Jahr 2016.

Gedankenmüll.

Angesichts der Tatsache, dass der Graf vor 2 Tagen verkündet hat, dass er den letzten Vorhang runter lassen will, wenn auch nicht sofort, sondern nach seinem Höhepunkt, dem Album „Gipfelstürmer“, kreucht und fleucht es in meinem Kopf wieder mal. Alte Erinnerungen erschlagen mich wie Ambosshämmer, dabei hab ich „nur“ „Alles hat seine Zeit“ angemacht, und lausche ein wenig seiner wundervollen Stimme. Heute hatte ich auf der FB Seite von UH schon gelesen wie manche ganze Romane verfasst haben, weil sie logisch nicht wollen, dass er geht. Das hat mich wieder so raus gerissen, und UH hat mich jetzt soviele Jahre begleitet, ich hab ihn von Anfang an auf den Festivals gesehen, wo noch keiner gross „Graf Graf“ gekreischt hat. Wo er noch in der schwarzen Szene zu Hause war, nicht wie in Rosenheim in einer Maße an bunten Gestalten, und ich hab ihm seinen Werdegang nie übel genommen. Er macht Musik die berührt, er trifft die Worte wie kein anderer direkt ins Herz, und dann noch diese Stimme, das lässt mich „fliehen“, im Normalfall, wenn es da nicht die Tatsache gäbe, dass ich mit jemand gleichzeitig viel mit ihm verbunden hätte. *seufz*

Im Moment wünscht ich mir, ich könnte die Schatten der Vergangenheit verjagen, aber sie kommen immer mal wieder zurück, unwillkürlich, willkürlich, bewusst, unbewusst, gewollt, ungewollt. So ist das Leben, diesen Gang kann ich nicht aufhalten. Wenn ich jetzt mit Logik gehen würde und nach Bauchgefühl würde ich sagen, „Graf“, auch auf deinem letzten Weg begleite ich dich noch, und dann leb wohl, es ist besser so. Aber die Musik bleibt ja, und sie wird immer wieder diese Verbindung herstellen, und wenn ich mit dem Herz entscheide, weiss ich, dass es Quatsch ist das zu wollen. Wieso müssen alle gehen „wenns am schönsten ist?“? Was ist das für eine bekloppte Logik? Warum zieht man erst soviele Menschen in den Bann, um dann mit einem Hammerschlag zu entscheiden, „dass wars“? Okay, es war nicht erst beim letzten Konzert, aber trotzdem!!!, es ist unschön, blöd, richtig beschissen!

Natürlich macht er es richtig! Es geht nicht nur um die Familie, da bin ich mir sicher. Wenn ich an die ersten Kapitel aus seinem Buch denke, dann bin ich mir sicher, dass er Angst vor dem grossen Fall hat. Er hat sich soviel Stück für Stück mit viel Engagement selbst erarbeitet, von ganz unten, und nicht alle haben an ihn geglaubt, und ich bin mir sicher, da will man wenn man es einmal geschafft hat NIE wieder hin. Also besser aufhören bevor so ein tiefer Fall kommt wie bei den meisten Musikern. Irgendwann kam es immer, ein fetter Schuldenberg war das Ende der meisten, und dann zieht man wohl besser die Notbremse bevor man auf die Klappe fällt. Wer hätte davor nicht Angst? Mich wundert eh, dass er jetzt noch etwas gemacht hat, wobei es ja sein musste, und ich glaube, die Entscheidung hat was mit dem ESC zutun. Ich weiss nicht, aber es fühlt sich so an. Er könnte ja auch einfach eine Auszeit nehmen, sowas kursierte ja auch letztes Jahr durchs Internet, und dann hat er doch wieder gemacht und getan. Vielleicht steckt er auch schon mitten im Burnout? Ich weiss es nicht, aber das könnte ich mir gut vorstellen. *seufz* Irgendwie fürchte ich ja, dass die „bitte nicht aufhören Rufe“ im nichts Verhallen. Ich find es nur so unglaublich schade, und deswegen wollte ich meine drei Worte Senf dazu geben. *schnief*

Mein Herz…

tut seit Tagen weh, immer wieder und wieder. Immer wieder muss ich an die Zeit vor drei Jahren zurück denken. Immer wieder diese eine Frage, warum?! Warum ich? Warum wir? Dieser Tag vor drei Jahren hat mein Leben so grundlegend geändert, und mein Herz ein weiteres Mal in seinen Grundfesten erschüttert, dass ich vor Schmerz kaum atmen kann.

Stefan wundert sich darüber warum ich traurig bin, und wenn ich ihm keine Antwort gebe ist er sauer. Das hilft mir unheimlich. Warum ist er für solcherlei Sachen so unempfänglich? Warum kann ich nicht einfach hinnehmen, dass mich das immer noch jedes Mal auf's Neue in die Tiefe stürzt? 

Ich glaube nur eine liebende Mutter, die ihr Kind unter dem Herzen trug kann diesen Schmerz den ich nach wie vor empfinde nachfühlen. Nur eine liebende Mutter, die sich nichts sehnlicher wünscht als dieses kleine Wesen im Arm zu halten.

Ich fühl mich so einsam, so allein, so verlassen. 

Dieser Kloß in meinem Hals macht mich fertig. Und ich wünschte ich könnte in die Zukunft schauen, aber wie soll ich das, wenn mein Herz bei meinen Kindern ist?! Keine Mutter kann ihre Kinder einfach gehen lassen. Nicht wenn sie sie so sehr liebt wie ich.

Aber was nützt diese Liebe, wenn sie nicht da ankommt, wo sie hingehört.

Ich vermisse euch beide so sehr. :'(

 

Überstanden.

Auch diesen Tag hab ich überstanden, wenn auch mit vielen miesen Gedanken. Aber er ist rum, und darüber bin ich mehr als froh. Der "Tag" kommt näher. Nur noch ein Monat, und dann ist schon wieder Jahrestag. Mir graut davor, weil Stefan das bisher noch nie für voll genommen hat, oder sagen wir es anders, er kann meinen Schmerz nicht fühlen. Ich hatte extra den Doc angerufen, ich hab gehofft einen Notfallplan mit ihm zusammen aufstellen zu können, aber leider rief keiner an. Also bin ich auf mich allein gestellt, ich werde nicht hinterher rennen, auch wenn mir das ziemlich die Möglichkeiten nimmt. *seufz* 🙁

Advent Advent, ein Lichtlein brennt.

Schon als kleines Kind gab es bei mir zu Hause keinen Adventskranz, keinen Schwibbogen, und auch sonst keine schönen leuchtenden Gegenstände. Bei meiner Oma war das anders. Meine Oma hatte im “guten Wohnzimmer”, dass eigentlich kaum bis nie benutzt wurde einen Schwibbogen stehen, und unten im Wohnzimmer ebenfalls. Außerdem gab es eine Pyramide mit Kerzen, welche sich drehte und Musik machte. Kugeln hingen am Fenster, und ein paar Tannenzweige standen schon geschmückt in der Stube. 

An Adventssonntagen saßen wir dann Nachmittags sobald es dunkel wurde alle zusammen um Kaffee/Tee zu trinken, Kerzen anzuzünden, den Adventskranz einzuweihen, und Weihnachtsmärchen zu sehen, bzw. zu hören dort zusammen.

An diese Zeit erinnere ich mich gern zurück. Sehr gern sogar.

Aber gleichzeitig tut es auch weh, weil nichts von alledem geblieben ist. Weil mein Leben so anders ist, und doch so gleich. Weil ich wieder hier sitze und einsam bin…

 

Trotzdem wünsche ich meinen Lesern einen schönen ersten Advent!