Januar 2

Jahreswechsel 2016 zu 2017.

Ein weiterer Jahreswechsel. Ich hab ihn so unspektakulär wie nur möglich verbracht. Am Nachmittag waren wir kurz noch bei REAL einkaufen, zum Glück hatte ich ein bisschen Geld über, sonst hätte es echt schlecht ausgesehen. Weihnachten war ja bereits eine ziemliche Katastrophe, aber dafür konnte allein Stefans toller Chef was. Aber diesmal wollte ich wenigstens nicht ganz ohne alles da sitzen. Er geht Tag für Tag schuften und es kommt nichts dabei rum. Ich frag mich wie das noch weiter gehen soll. Kein Wunder das er nur noch genervt und sauer ist, nur kann ich da überhaupt nichts dazu. Er hat sich in diese beschissene Lage manövriert, nicht ich ihn. 🙁

Wir waren also zu Hause, alle Tiere bei uns, und dank der Absteige im Gewerbegebiet hörte man nur Raketen, und bis auf einen Böller nichts. Snoopy war etwas unruhig, aber der ist ja von Grund her schon ein ängstlicher Hund, die anderen waren alle ziemlich relaxt, viel besser als letztes Jahr noch in Wilhermsdorf. Endlich mal etwas Gutes an diesem Loch.

Ich war recht früh wach, und hab mal wieder sämtliche Tabletten vergessen, was mir den gesamten Tag verhagelt hat. Gegen 11 Uhr wurde dann trotz -5 Grad die Heizung wieder ausgemacht, und irgendwann nach 13 Uhr habe ich dann wieder geschlafen. Stefan wollte vorher ja nicht rüber kommen, und ich bin froh um jede Stunde am Tag die meine Augen geschlossen sind und ich nicht wach sein muss. Mir geht es in der Nacht einfach besser. Blöder Weise glaubt mir das ja kein Mensch. 🙁

Abends dann noch kurz in Nürnberg beim Lidl gewesen, zusammen gegessen, und einen Film geschaut, und morgen muss Stefan ja auch schon wieder arbeiten. Das wars dann mit Feiertagen und zwischen den Jahren. Ich werde wohl nie verstehen warum er da keinen Urlaub genommen hat. Kein Plan für was er den Urlaub aufspart, aber ich bin gespannt wie lange das noch so weiter gehen soll. Das endet noch in einem völligen Disaster, und wenn es das ist was ich denke stehe ich am Ende da, und dann wird keiner nach mir fragen. 🙁 Was habe ich da für eine Angst vor.

Allen die hier noch lesen wünsche ich ein gesundes neues Jahr 2017. Möge es besser werden als 2016, aber wie ich die Lage einschätze geht es immer schlimmer. Das war bisher doch schon fast Gesetz.

Juni 23

Hm. :(

Ich fühl mich furchtbar. Nichts Neues, nein wirklich nicht. Es ist so elendig in einer Welt wie unserer zu existieren. Jeder denkt nur an sich, was um einen herum passiert ist egal. Ob anderer Mensch oder Tier, damit hat man nichts zutun. Ich bin gefrustet von der Gesellschaft. Und manchmal wünsche ich mir es interessiert sich jemand für mich, also so wirklich. Ich fühl mich oft wie ein Objekt was man nur heraus holt wenn man es gerade gebrauchen kann, meistens ist das nicht der Fall, deswegen wird es tief in einer Kramkiste versteckt. Irgendwann will man dann mal wieder was, dann kann man sich vielleicht an den Menschen erinnern. Das geht mir nicht in den Kopf. Früher war ich ja so, dass ich mich bei allen Menschen selbst gemeldet hab. Aber am Ende war ich immer allein, und vor allem die Nervensäge. Heute trau ich mich kaum noch mich bei anderen Menschen zu melden. Bei ein paar wenigen mache ich das, aber ob es richtig ist weiss ich nicht. Viele denken nun mir sind die Menschen egal, was halt einfach nicht der Fall ist. Aber es interessiert sich ja keiner für den Grund.

Die aktuelle Situation mit Stefan ist schwierig. Ich blick mal wieder nicht durch. Sein Urlaub ist vorbei. Er war nicht so wie geplant, hatte mich schon gewundert, aber drüber gesprochen hat er auch nicht mit mir. Dann wieder dieses Geld hin und her. Ich hab keine Ahnung was ist, was nicht ist. Ich werde ständig nur vertröstet wenn ich was frage, bekomme eine ausweichende Antwort, und dann regelt er was, oder auch nicht, aber ich erfahre es nicht. Mich macht es fertig. Wie schützt man denn jemand den man liebt indem man ihn im Unklaren lässt?! Kann mir das jemand erklären?

Ich denke ständig ans Ende, ständig wie es am besten wäre. Interessieren tut es keinen, und wenn jemand was dazu sagt kommen nur Sprüche dabei raus. Wer steckt schon in meiner Situation und kann beurteilen wie ich leide und was ich schon alles gemacht und versucht habe?! Ich muss nur dran glauben. Na klar, wenn es so einfach wäre. Ich kann an nichts mehr glauben nach all dem was ich durch hab. Immer wieder habe ich mich auf neue Sachen eingelassen und bin gescheitert. Aber das klappt schon. Es wird ein Wunder geschehen. Die Leute verstehen einfach nicht das bei mir soviel zusammen kommt, dass das too much ist für einen Menschen. Mein Körper hat sich schon lange verabschiedet, meine Seele kam dann auch irgendwann, ist doch völlig verständlich. Nein, mit 0815 Ratschlägen komme ich ganz bestimmt weiter. 🙁 Wirkliche Ratschläge waren aber nicht mal dabei. Es wissen nur alle ich muss was tun. *seufz*

Jetzt wird es auch noch wieder heiß, mir langt es schon bei 18 Grad, ich pack die Temperaturen einfach nicht mehr. Macht die ganze Situation nicht besser.

Ausserdem die Sache mit Mutter. Ich würde gern tauschen, aber das geht nun mal nicht so einfach…

April 30

Wenn das Ende nah ist.

Wenn ein Ereignis unaufhaltsam näher rückt, und man nichts dagegen tun kann, zieht es einem einfach die Füsse unter dem Körper weg. Letzte Woche hab ich schon geahnt das was ich nicht stimmt mit der Hundeomi, nachdem Stefan in ihren Kalender geschaut hat und ihre Fragen gestellt hat. Zusätzlich hat sie sich keinem mehr an den Hals gehangen, hat alles einfach nur noch hingenommen. Sie hat auch nicht mehr bei Stefan „genervt“, denn genau das Gefühl muss sie oft gehabt haben. Mittwoch morgen haben sie sie dann wieder ins Krankenhaus gebracht, und ich hatte da schon ein mega mieses Gefühl. 3 Mal ist sie dem Teufel Krebs von der Schippe gesprungen, es wurde immer schlimmer seit sie in Frankreich das Hüftgelenk gebrochen hat. Jetzt dreht es sich um eine verdammt kurze Restzeit, und ich fühl mich wie überfahren. Endlich eine Mutter die mich einfach so nimmt wie ich bin, mich nicht bei jeder Gelegenheit kritisiert oder schlecht macht, und jetzt soll das einfach zu Ende sein. :'(

Sie liebt die kleinen Wuffis so sehr, und sie strahlte auch gestern als wir abends noch bei ihr waren übers ganze Gesicht. Sie war stark für uns, sie war wieder besser drauf, total gefasst und auch klar, aber sie weiss das es zu Ende geht. Sie wollte nicht im KH sterben, deswegen ist sie jetzt zurück im Heim, aber wir sind völlig überfordert. Man denkt ja immer man hat noch Zeit, und dann wird einem mit einem Schlag klar, dass die Zeit nicht unendlich ist, denn sie hat ein Alter jetzt, wo man sich sagen kann, ich hab ein langes Leben gehabt. *seufz*