Wenn das Ende nah ist.

Wenn ein Ereignis unaufhaltsam näher rückt, und man nichts dagegen tun kann, zieht es einem einfach die Füsse unter dem Körper weg. Letzte Woche hab ich schon geahnt das was ich nicht stimmt mit der Hundeomi, nachdem Stefan in ihren Kalender geschaut hat und ihre Fragen gestellt hat. Zusätzlich hat sie sich keinem mehr an den Hals gehangen, hat alles einfach nur noch hingenommen. Sie hat auch nicht mehr bei Stefan „genervt“, denn genau das Gefühl muss sie oft gehabt haben. Mittwoch morgen haben sie sie dann wieder ins Krankenhaus gebracht, und ich hatte da schon ein mega mieses Gefühl. 3 Mal ist sie dem Teufel Krebs von der Schippe gesprungen, es wurde immer schlimmer seit sie in Frankreich das Hüftgelenk gebrochen hat. Jetzt dreht es sich um eine verdammt kurze Restzeit, und ich fühl mich wie überfahren. Endlich eine Mutter die mich einfach so nimmt wie ich bin, mich nicht bei jeder Gelegenheit kritisiert oder schlecht macht, und jetzt soll das einfach zu Ende sein. :'(

Sie liebt die kleinen Wuffis so sehr, und sie strahlte auch gestern als wir abends noch bei ihr waren übers ganze Gesicht. Sie war stark für uns, sie war wieder besser drauf, total gefasst und auch klar, aber sie weiss das es zu Ende geht. Sie wollte nicht im KH sterben, deswegen ist sie jetzt zurück im Heim, aber wir sind völlig überfordert. Man denkt ja immer man hat noch Zeit, und dann wird einem mit einem Schlag klar, dass die Zeit nicht unendlich ist, denn sie hat ein Alter jetzt, wo man sich sagen kann, ich hab ein langes Leben gehabt. *seufz*