Hm wieder traurig.

Ich schwanke wieder in meiner Traurigkeit hin und her. Ich möchte mich gern freuen, aber so richtig geht es wieder nicht. Ich wünsche mir immer Freunde mit denen ich alles bereden kann. Es gibt auch Menschen die ich Freunde nennen würde, nicht viele, aber es gibt sie. Leider kommt immer wieder wenn es wichtig wäre der Zeigefinger. Na klar, ich verstehe ihre Bedenken und Ansicht, so ist es nicht. Und ich weiss auch das Freunde auch kritisch sein dürfen sollten. Aber trotzdem tut es mir weh. Und ich muss meinen eigenen Weg gehen, das betrifft auch das Ganze mit Stefan. Er ist nicht nur schlecht, so ist es nicht, auch wenn ich viel mecker. Aber es gibt viele Baustellen, das ist eine Tatsache. Aber selbst wenn ich wollte, ich will und kann hier nicht weg. Ich bin in Franken mutterseelen allein. Das würde ich nicht aushalten. Es hat sich viel geändert, und im Gegensatz zu Berlin damals hab ich hier auch keine entfernten Bekannten die mich mal rausholen würden. Ich würde eingehen wie eine Primel, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich möchte nicht mehr ständig neu anfangen. Ich bin in ein Alter gekommen wo ich endlich angekommen sein möchte. Ich wünsche mir Beständigkeit und Sicherheit. 🙁

Aber nun ist es morgen endlich soweit und wir machen eine Reise. Diese Reise wird stattfinden, und ich weiss was dann kommt. Aber das nicht an mich rankommen lassen, das bin ich nicht. Ich habe Gefühle, zu viele Gefühle, ob negativ oder positv spielt gar keine Rolle. Aber immer wenn es drauf ankommt steh ich fast alleine da. :'( Das macht mich so traurig.

Ich bin langweilig für die Leute, ich hab nix zu erzählen, und was ich zu erzählen könnte das will keiner wissen. Es macht mich so unendlich traurig. :'( :'( :'( Im Moment möchte ich gerade wieder tot umfallen. Ich bin einfach nutzlos. :'( :'( :'(

Osternsonntag 2015.

Ich fühl mich schrecklich. Die Sonne scheint draußen. Der Sturm der letzten Tage ist vorbei. Aber ich bin mit den Tieren alleine.

Ich bin unglaublich glücklich meine Tiere zu haben, jedes einzelne von ihnen. Aber ich hab ein schlechtes Gewissen. Geld ist im Moment ja nicht wie Heu vorhanden hier, und alle Tiere hat mir Stefan bezahlt, und das macht ein unglaublich schlechtes Gewissen, zumal er ja auch schon genug deswegen in den letzten Wochen gesagt hat. Nicht wegen den Tieren, über die ist er auch glücklich, aber trotzdem, ich merke es doch. Und ich weiss, das diese ganze Misere aus dem letzten Jahr nun mal wegen mir war, und dadurch wächst mein schlechtes Gewissen noch mehr. Ich frag mich, ob wir da je drüber hinweg kommen? Mittlerweile arbeitet Stefan ja wieder, und das ist auch gut so, aber was durch den Mist entstanden ist macht die Probleme so schwerwiegend, dass man eigentlich nicht überleben kann. Es ist einfach furchtbar.

Freunde habe ich nicht. J. ist wieder weg, sie hat mir nen richtig üblen Einlauf gemacht. Das war mir wirklich zuviel. Und dann immer wieder diese Gedanken von ihr, die einfach nicht stimmen. Wenn ich sage ich bin wegen etwas nicht sauer, dann bin ich es nicht. Traurig darf ich doch wohl trotzdem noch sein. Angeblich ging es mir nur um Geld und Geschenke. Da fehlen mir wirklich sämtliche Worte zu, weils einfach nicht stimmt. Ich bereue es sie auf die Bestattung von Gismo hingewiesen zu haben. Sie fand es ja auch dreist das ich sie gefragt hab. Ich hab sie aber nicht mal gefragt. Ich wollte ihr nur die Möglichkeit geben, falls sie möchte, dass sie mir was dazu gibt. Mehr nicht. Ich hab mich über jeden Cent gefreut. Mir ging es nicht darum das es jemand anders bezahlen soll. Bei uns ist es halt so, wenn Verwandte gestorben sind, dann gab man eine Kleinigkeit, nur deswegen hatte ich gefragt, und es haben mir welche geholfen, Menschen von denen ich es überhaupt nie nicht erwartet hätte. Das hat sie mir ja auch vorgeworfen, immer wieder würde ich wen finden der mir hilft. Ja sorry, ich zwinge dazu keinen. 🙁

S. hatte ich wegen Gismo Bescheid gesagt, aber irgendwie hätte ich mir das auch sparen können. Aber immerhin muss ich jetzt kein schlechtes Gewissen haben, dass ich es ihr verschwiegen habe. Für mich war das das Mindeste.

C. mag grad nicht privat schreiben, weil es ihm selbst noch so mies geht.

F. zickt mich an, weil sie ebenfalls meint, das traurig und sauer eins wären. Ist es aber nicht bei mir. 🙁 Also schweigen wir uns an.

Tja, und nun muss Stefan morgen auch arbeiten, weil den Chefs gestern eingefallen ist, dass ja Ostermarkt ist, und jetzt haben sie doch offen, aber nur morgen, sonst nicht. Total bekloppt für die Leute im Ort, so rafft doch kein Mensch wann wirklich offen ist. Stefan arbeitet soviel, dass er am siebten Tag der Woche (egal auf welchen Tag sein frei fällt) fast den ganzen Tag schläft, und das kann ich auch gut verstehen, war damals bei mir ähnlich als ich in der Gastro gearbeitet habe. Da kann ich nichts mehr von ihm erwarten, verständlich, tue ich auch nicht. Problem ist nur, so bin ich ganz allein. So fühlt sich für mich alles nur noch nach Einsamkeit an. Tiere ersetzen nämlich leider keinen Menschen. So war es ja schon früher bei ihm, ist ja nix Neues. Ich nehm das alles so hin, weils ohne Arbeit auch nicht geht, er so wenigstens etwas besser drauf ist, weil er raus kommt. Shit happens, so ist das Leben eben.

Gleich werde ich eine Runde mit Maxi (unserem neustem Familienmitglied) draußen drehen. Vielleicht hilft mir das ein wenig. Vielleicht kann ich meine negativen Gedanken, die wieder in die schlimmste Richtung gehen, somit etwas wegschieben. Was würde ich dafür geben wenn ich diese Gedanken einfach nicht hätte? 🙁

Enttäuscht.

Ich frag mich immer wieder, was ist es, das manche Menschen in meiner "Nähe" hält? Ist es nur Neugierde? Ist es echte Zuneigung? Oder was? 

Wenn ich eins auf den Tod nicht leiden kann, dann wenn Menschen etwas besser wissen wollen als man selbst, obwohl sie nie in der Situation waren. Ich frage mich, warum muss man beleidigend werden, wenn anderen etwas nicht passt? Wenn ein Ratschlag mal wieder ein Schlag war? Warum lesen die Menschen nur halb, wenn sie überhaupt lesen. Aber das ist immer so. Und immer wieder bei solchen Menschen wo man es lange lange nicht für möglich hält, die selbst ziemlich allein da stehen. Aber ich bin auch nicht das Trampolin für alle, und ich hab es satt mich mies behandeln zu lassen.

Schon letzten Montag hab ich einen Rundumschlag gemacht und einige Leute von meiner FB Liste geklatscht, interessiert hat es kaum jemand, das zeigt ja schon was es heißt "ich nehme dich wie du bist". Eine Dame war nämlich darunter, die das auch meinte immer wieder sagen zu müssen, aber ich muss mir auch den Mund nicht verbieten lassen. Wenn man das mehrfach erlebt hat, nachdem einen die Leute lächerlich gemacht haben, dann mag man auch da nicht mehr. Es ist einfach nicht fair, und einsetzen tut sich natürlich auch keiner. Shit happens, so ist das halt, Menschen kommen und gehen.

Lange lange bin ich immer für die Leute da, umgekehrt wird gesagt "ich bin doch auch immer für dich da". Wo aber sind die Menschen, wenn man jemand braucht? Ich konnte es nicht erkennen das einer von den geschmissenen "immer" da war. Das kommt allein schon daher, weil ich eigentlich nie zu den Leuten gehe, mich nicht zu traue sie anzuschreiben, das ist für mich eine entsätzliche Überwindung, die ich einfach nicht mehr schaffe zu überbrücken. Es gibt ein paar wenige Menschen die ich auch m-a-l, also höchst selten von selbst anschreibe, in der Hoffnung nicht zu stören. So ist es halt mit den Menschen die sich unnütz fühlen. Ich geb da keinem die Schuld für, aber sich selbst anbieten, das machen bewusst nur zwei im Moment, und dieser Moment hält schon ziemlich lange an.

Aber als Krönung muss ich mir anhören, wie arm dran mein Freund mit mir ist. Ich bin nicht einfach, das stimmt ganz sicher. Aber mein Freund auch nicht. Und bevor ich scheiße mache, kotz ich mich lieber aus, denn diese psychische Last die mich schier erdrückt, möchte mich so manches Mal ganz anders handeln lassen. Und sowas von einer die selbst schon genug mit Depressionen zutun hatte. Ich kapier das einfach nicht. Aber so ist das eben. 

Ist für mich das Gleiche, wie wenn ich sage vor der Buchmesse, dass ich eine unbändige Angst/Panik habe, dass ich schreibe per SMS das ich heule, dass es aber nicht ernst genommen wird, geschweige denn geglaubt. Sowas macht mich echt traurig, dabei reicht mir schon, dass Stefan damit nichts anfangen kann. Aber so richtig glaubt das scheinbar keiner. Wenn die Leute wüssten was das für mich für eine Überwindung ist jedes Mal, und alles nur, weil ich Angst vor Bewertungen habe, das ich scheiße ankomme, oder irgendwas in der Art. Aber die Leute geben mir halt auch kein besseres Gefühl, wenn es so ist wie jetzt.

Mich macht das alles einfach nur traurig, aber an Ehrlichkeit kann ich nicht mehr glauben, dabei stempeln mich ja eh schon alle deswegen als extrem ab. Aber wie soll man so auch vertrauen? Ich kann es nicht, und anderen geht es einfach nicht wie mir…

Akzeptanz?!

Ich frage mich gerade, wieviele Menschen würden mir wohl bleiben, wenn ich es darauf reduzieren würde, dass man mich so nimmt wie ich bin? 1? 2? 3? 

Meinet wegen können die Leute machen was sie wollen, und sie haben auch das recht ihre Meinung zu äußern, ob sie mir passt, oder auch nicht. Das fällt vielleicht nicht immer leicht, aber immerhin sind sie dann ehrlich. Aber mit ehrlichen Menschen kann wiederrum kaum einer umgehen.

Wie ich darauf komme? – Mir schwinden immer wieder Menschen, weil ich einfach schreibe was ich denke. Eigentlich nur Sachen, die ich nicht unbedingt verletzend meine, aber denn noch. 

Warum bin ich grad nochmal nicht mehr da wo ich her stamme? War da nicht etwas mit Mobbing und nicht akzeptiert werden? War da nicht diese Horrorwelt? 

Als wir zu Ostern in Thüringen waren hab ich mich bei J. gemeldet. Man sah es nach meinen Postings ja auch in welche Richtung es geht. Eigentlich wollten wir uns wenigstens kurz treffen, aber da sieht man eben wieder wieviele Meilen zwischen uns liegen. Es fand kein Treffen statt, sie hat sich einmal mit nem "joah" gemeldet, das wars. Keine Entschuldigung, nix. Sowas hasse ich ja. Es ist nur einfach total bescheuert aus einem Dorf zu sein, wenn die Leute mehr über die eigene Familie wissen als man selbst, das ist so… verletzend. Das tut einfach nur weh. Auch da hatte ich vorbei geschaut, aber es war halt keiner da. Aber auch wenn jemand da gewesen wäre, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dann nicht gern gesehen gewesen wäre. Es kam nach wie vor auch kein Danke oder sonst irgendwas. Ach man.

Ich möchte so gern mit diesem Kapitel abschließen, und jetzt muss ich mir auch noch sagen lassen, dass ich S. nicht immer so bloß stellen soll, ist auch nicht böse gemeint.

Ach klar, böse meint ja nie irgendjemand irgendwas. Und ich hasse es wenn man mich absichtlich belügt.

Ich frage S. ob die Tiere gefüttert sind, und er sagt mir, dass noch Futter drin sei bei allen. Da ihm zwei Katzen raus gehuscht sind, sagte ich, ich hol sie wieder rein. Natürlich habe ich nochmal geschaut wie es ausschaut, wo die Tiger sind, und ob sie Futter haben. In Gismo seinen Näpfchen war nicht mal ein Krümel. Da komme ich mir verarscht vor, und zwar richtig! Wenn er es vergessen hat kann er doch einfach sagen, nein, verdammt! Wie mich das annervt ey. Immer wieder das Gleiche wegen so nem sinnlosen Gescheiße. Warum kann er nicht die Klappe aufmachen? Ich bin enttäuscht, aber das darf ich nicht sagen, weil ich damit den armen armen S., der ja so perfekt ist, entwerte.

Wertlos, mein Gefühl.

Irgendwie fühle ich mich mal wieder so richtig derb verarscht. Manchmal frage ich mich, wieso gerate ich immer an die falschen Menschen. Egal wie lieb sie irgendwann mal waren, irgendwann kommt der Tag, da sieht man ihr wahres Gesicht, und dann entscheidet sich, was in Zukunft passiert, ob man gemeinsame oder getrennte Wege geht. Manchmal ist einem das schon früh, und manchmal erst sehr spät klar.

Ich frage mich wie oft muss ich es noch ertragen allein gelassen zu werden. Ich bin mir ganz sicher, dass es darauf hinaus läuft, ich bin mir so sicher, es wird passieren. Und wieder ist er schuld, wieder bringt er alles durcheinander. Es kotzt mich so an, und ich bin einfach nur enttäuscht und traurig. Warum muss ich immer ausbaden was andere Menschen verbocken? Ich verstehe es einfach nicht.

Mir kann man nicht vertrauen, und ich bin absolut nicht mitfühlend. Das kann doch wahrlich nur ein Mensch sagen, der mich gar nicht kennen will. Verlangt von mir lieber, dass ich lüge, nur damit andere keinen Ärger bekommen. Ich bin leider eine schlechte Lügnerin, ja so schaut es leider aus. 

Es tut mir so weh, und es passiert immer bei den Menschen, wo man denkt, dass man denen was bedeutet. Das ist wohl irgendwie der Lauf der Dinge. Ich pack jedes Mal in die Scheisse, mein Vertrauen ist so sinnlos, zu schätzen wusste es bisher keiner… oder sagen wir anders, sehr sehr selten. Das ich so nichts mehr geben kann dürfte echt keinen sehr verwundern. 🙁 Aber so ist es halt.