Es schmerzt.

Mein Herz zieht sich zusammen, es schmerzt, es will nicht mehr. Anstatt bergauf geht es immer weiter bergab, und ich weiss gerade nicht wie ich das weiter aushalte. Trigger war schon ziemlich fühlbar letzte Woche, etwa Mitte der Woche, innerlich hat sich das dann alles so potenziert, dass ich das Gefühl hatte keine Luft mehr zu bekommen. Es lag wieder ein Schleier über meinen Gefühlen, immer mal wieder wallten sie zwar auf, aber wer nimmt schon Gefühle ernst die nur über das Schreiben entstanden sind. Ich weiss genau wie die Menschen denken, die hat doch nicht alle Latten am Zaun. Hab ich wohl auch nicht, und es belastet mich so sehr. Es gibt keinen mit dem ich wirklich über das seltsame irgendwas in mir reden kann. Ich hab Angst davor belächelt zu werden. Es versteht ja doch keiner. Und dann diese ewige Frage. Jetzt hat er sie, vermutlich in Wut (so kam es mir vor) doch beantwortet. Und die Antwort war eindeutig. Danach hätte ich mich gern komplett verkrochen, aber komischer Weise hat er dann noch mehr gesagt, und wenn gleich ich das auch verstehen kann wenn ich mich in ihn hinein versetze, deswegen bin ich trotzdem verletzt, traurig, nachdenklich.

Seit Sonntag letzte Woche ist nun ganz Downunder. Ich kann es verstehen, und dann kommt natürlich wieder der Spruch „das hat ja nichts mit dir zutun“. Nein, hat es auch nicht, leiden tu ich trotzdem. Ich hab die ersten Tage noch versucht mich selbst zu melden, aber es war so schwer, ich hab mich schrecklich dabei gefühlt, und immer diese Gedanken, dass ich nerve. Ich gehöre nicht in seine Welt, und wenn ich ihm sage wie sehr ich mich freue, dass ich wieder an seinem Leben teilhaben durfte, dann war das gleich wieder negativ. Ich vermute er hat sich damit wieder unter Druck gesetzt gefühlt, dabei wollte ich nur etwas Positives äussern. Aber was bei mir positiv ist, ist es bei ihm noch lange nicht. Sagen wir mal, fast nie. Ich kann es also eigentlich nur falsch machen. Diese Gedanken lassen mein Herz verkrampfen, und es schmerzt, es schreit wie wahnsinnig.

Nachdem ich ihm gesagt hab, dass es mir so schwer fällt mich zu melden, war er enttäuscht. Er meint ich mache es mir zu leicht, wie immer. Ich hab ihn ja immer im Stich gelassen wenn es drauf ankam. Ja, genau das ist ein Stich in mein Herz, mitten hinein. Ich fühl mich hundeelend. Ich schaffe es einfach nicht irgendwas richtig zu machen. Ausgerechnet bei ihm mach ich immer und immer wieder einfach nur alles falsch. Und nun ist er wieder weg, und ich frag mich ob es das wieder war, ob er sich überhaupt nochmal melden wird? Mein Herz trauert schon wieder. :'(

Ich passe nicht in diese Welt.

Ich passe nicht in diese Welt. Ich bin so fertig, so down, mir geht es richtig beschissen, aber es versteht keiner. Keiner merkt das mir was fehlt. Mir fehlen Menschen, mir fehlt Kommunikation, und schreiben ersetzt kein echtes Reden, kein dabei Anschauen, nicht die Hand halten, es ersetzt es überhaupt nichts. Ich fühl mich so schrecklich leer und einsam, und diese Einsamkeit kann ich nicht füllen, weil die Menschen die sich Zeit nehmen nicht die gleichen Interessen oder Wünsche haben wie ich.

Stefan ist der große Antikommunikator. Er hat gestern gearbeitet, er ist fertig. Kann ich verstehen, ich versuch mich zusammen zu reißen, aber es klappt nicht. Ich komm damit nicht klar. Ich kam damit noch nie klar. Ich fühl mich einsam und leer neben ihm wie eh und je.

Der TV geht immer noch nicht wieder mit allen Sendern, ich kann also nicht mal das schauen was ich am liebsten schaue. Ich fühl mich schlecht, und ich schaffe es nicht mich abzulenken. Ich könnt schon wieder nur Rotz und Wasser heulen, aber es versteht keiner.

Ich fühl mich einfach nutzlos und überflüssig, und das nicht nur bei Stefan.

Freundschaft.

Immer wieder sind in mir diese Zweifel ob mich überhaupt ein Mensch mögen kann. Normaler Weise bin ich so, dass ich alles in Frage stelle, dass man am besten ausspricht was man bei mir empfindet oder denkt, aber selbst diese Worte können oft die Zweifel nicht ändern.

Vor etwas mehr als einem Jahr lernte ich im Internet eine Frau übers lesen kennen, oder war es doch eher wegen den Katzen. Sie addete mich in Facebook, und wir verstanden uns von Anfang an wirklich super gut. Immer wieder stellten wir Gemeinsamkeiten fest, fast schon paradox viele. Ich kenne das eher nicht, dass es Menschen fast genau so geht wie mir, weshalb mich die Leute oft nicht verstehen, oder missverstehen. Aber mit ihr war es anders. Ich musste schon des Öfteren schmunzeln, weil es immer wieder zu solchen Ähnlichkeiten kam. Anders ist schon fast eine Ausnahme. 😉

Das erste Mal sahen wir uns dann im Frühjahr zur Leipziger Buchmesse auf dem Lovelybooks-Treffen. Das war natürlich nicht so lang, und meine Panik hat den Start etwas schwierig gestaltet, aber sie war mir nicht böse deshalb, so kamen wir schnell ins Gespräch und stellten fest, dass wir uns schon da super verstanden.

Als nun endlich der Berlin-Urlaub anstand haben wir uns wieder mit ihr und ihrem Mann verabredet, wir sind zu den beiden nach Hause gefahren, weil ich so gern ihre Schmusekatzen kennen lernen wollte. Mein erster Akt, Tasche neben die Tür stellen und Katzen beschmusen. 😀 Beide ließen sich sofort von mir streicheln, sogar die Katze, welche sonst etwas skeptisch gegenüber fremden Menschen ist. <3 Das hat mir wieder gezeigt, dass ich eben doch die Katzenfrau bin, und ich bin mir sicher, Katzen merken es wenn Menschen es gut mit ihnen meinen. Dieser Abend war schon richtig toll, ich hab mich so wohl gefühlt, obwohl wir ja in einer fremden Wohnung waren, mit Menschen die wir vorher erst einmal gesehen hatten, aber es war als würden wir uns schon ewig kennen, und wenn die Männer nicht in Reichweite waren, konnten wir so vertraut reden, das tat einfach gut.

Und jetzt kam also das letzte WE, Stefan wollte gern auf die Fanmeile, ich wäre auch mit ihm gegangen, aber V. hat ihren Mann gefragt, und so sind die Männer auf die Fanmeile, und wir waren in "Madame Tussauds". Das bekam ich von ihr noch zum Geburtstag, das war eine tolle Überraschung. 🙂 Es war total klasse, die Figuren anzuschauen, und genau hinzuschauen ob sie nun gut getroffen wurden oder nicht. Ich muss sagen, bei einigen muss man schon genau hinschauen um zu sagen "ja ok stimmt, passt". Ich hab einige Bilder gemacht, die aber leider nicht perfekt sind, aber ich werde sie wohl später noch einfügen. Kurz vorm Ende gab es dann die Möglichkeit eine Hand aus Wachs von der eigenen machen zu lassen, da konnte ich nicht nein sagen, und V. war so lieb auf mich zu warten und ein paar Bilder zu knipsen. Eine schöne Erinnerung an den Tag für mich. 🙂 Ganz zum Schluss gabs dann noch die Bilder die am Anfang geknipst wurden zu kaufen, die habe ich für uns beide jeweils mitgenommen, und dann gab es noch einen Souvenier-Shop wo ich eine Berlin-Tasse mitgenommen habe. 

Wir sind dann erstmal zum Starbucks, wo ich auf dem ekligsten WC seit langem war, aber es gab den leckeren Karottenkuchen den ich so liebe, und meinen liebsten Chai-Latte. ♥ Dort haben wir erstmal ein wenig gesessen und geredet, und unseren Kuchen vor den Spatzen verteidigt. Die waren so ohne Angst, die haben sich einfach zu uns auf den Tisch und auf die Stühle gesetzt.

Als der Wind dann kühler wurde haben wir uns langsam auf in Richtung Abendessen-Location gemacht. Auf dem Weg dort hin waren wir noch im "Nivea-Haus", wo ich aber nichts mitgenommen hatte. Anschließend ging es dann ins "Kulturkaufhaus Dussmann". Hach. ♥ Ein Paradies!!! 😉 Wir haben uns dort Sitzgelegenheiten gesucht, und wir haben in verschiedene Bücher reingeschmökert. Ich konnte dann am Ende auch nicht widerstehen, und mir sind 4 Bücher nach Hause gefolgt, welche alle bis auf eines mit Berlin zutun haben. *gg* 
Aber was ich auch nicht unerwärnt lassen möchte, ist das Gespräch was wir während dessen noch führten. Es war schön einfach mal wieder so reden zu können, einen Zuhörer zu haben, und das Vertrauen das mir entgegen gebracht wurde. Mir war dann einfach danach das auch zu sagen, und damit habe ich sie wohl ziemlich getoucht, das war ein schöner aber gleichzeitig auch hilfloser Moment für mich, weil ich nicht wusste, ist es jetzt richtig oder falsch das gesagt zu haben.

Irgendwann haben wir uns dann langsam auf zum Maredo gemacht, aber der war nicht mehr weit weg. Zum Glück ist V. nicht so gerannt, denn ansonsten wäre die gesamte Strecke für mich schwierig geworden. Wir haben dann schon mal was zu trinken bestellt, und als das Fussballspiel vorbei war kamen unsere Männer dann auch, und wir konnten Essen bestellen.

Ausklingen lassen haben wir den Abend bei einem Cocktail im Sony-Center, allerdings ohne Fussball, und das hat V.s Kerl ganz schön angepisst. Mir war es nur recht so, aber das konnte ich ja schlecht lauthals verkünden, dann wäre ich wohl gestorben. *lol* Am Ende hat Stefan die Rechnung übernommen, weil wir das letzte Mal eingeladen wurden. 🙂

Leider endete dieser schöne Tag wieder viel zu schnell, und ich weiss noch gar nicht genau wann ich wieder in Berlin bin, und das macht mich richtig traurig. Spätestens aber Ende September, und da werden wir uns auf jeden Fall auch wieder sehen. ♥

Auf eine lange Freundschaft! ♥♥♥

Der ewige Kampf um Liebe.

Ich glaub ich bin in einem Kreis aus diesem ewigen Kampf um Liebe gefangen. Alles was ich mir wünsche war stets und ständig Anerkennung, Liebe, eben das was sich jeder Mensch, jedes Kind wünscht. Aber scheinbar soll mir das nicht vergönnt sein. Wenn mir die Leute erzählen auch sie haben keine Liebe bekommen, frage ich mich, können die wirklich verstehen wie das war? Und wieso zum Teufel verhalten sie sich nicht anders? Aber dann überkommt mich die Erkenntnis, dass die meisten wohl einfach spiegeln, nicht mal was dazu können, einfach nur ein Abbild ihrer Eltern sind. Schon meine Mutter sagte immer, ich war ja erst so ein liebes Mädchen, und dann wurde ich böse/frech/what ever. Und heute ist es nicht anders, alle sehen mich erst als das liebe Mädchen, und wenn dann das ganze Ergebnis erscheint, dann sagt man, och nö, so hab ich dich nicht gewollt, du entsprichst nicht meinen Vorstellungen, ich lass dich fallen, fehlerhafte Menschen mag ich nicht.

Dabei frag ich mich, was soll das eigentlich? Denken diese Menschen sie haben keine Fehler?

Wie oft in meinem Leben habe ich wohl schon vergeben? Angefangen bei meiner Mutter kann ich das mittlerweile gar nicht mehr zählen. Bei C.? Keinen Plan, es war zu oft, viel zu oft. Und wenn man mich fragt, was wäre wenn er wieder ankommt, dann möchte ich gern antworten, dass es das jetzt endgültig war, aber kann ich das wirklich? Auch bei S. waren es so einige Male, aber sie hat es wenigstens versucht wenn ich abgedreht bin mich trotzdem nicht gleich weg zu werfen. Selbst bei Stefan war es jetzt schon so oft. Aber auch bei allen anderen Menschen die mir irgendwann mal nahe standen, immer wieder lief das so.

Bin ich mir nicht mehr wert? Das Thema hatte ich ja erst. Nein, bin ich mir nicht. Ist es nur Abhängigkeit? Nein, die Suche nach Liebe und Anerkennung ist es. Es ist immer wieder genau das Gleiche. Vermutlich ist da noch eine ganze Portion Abhängigkeit dabei, aber mal ehrlich, wir Menschen sind doch nicht gemacht um allein zu sein, oder? Obwohl ich wirklich gern mal alleine bin, vor allem wenn ich grad wieder Tage lang gestresst wurde, möchte ich nicht komplett allein sein. Trotzdem ist bei mir immer noch dieser Wunsch nach menschlicher Nähe und Anerkennung und Liebe. Blöder Weise ist für die meisten menschliche Nähe etwas anderes als für mich. *seufz* Im Moment merk ich das auch wieder ganz arg bei Stefan, und ich weiss, er ist auf die Katzen eifersüchtig. Manchmal denke ich mir, man merkt mir wirklich an, dass ich ein “Katzenmensch” bin. Wenn mir was nicht passt, beisse ich. *lol* Ja, ich weiss schon, nicht so witzig, im Moment ist das ja auch eingestellt. Aber Gismo ist mir so so so ähnlich, nur, dass er es im Moment beim Fauchen belässt. Ansonsten, wenn ein anderes Kätzchen hinzu kommt verkriecht er sich, und kommt von selbst so gut wie gar nicht mehr vor, meldet sich auch nicht von selbst. *lol* Ja, erkennt mich jemand darin? Ja genau so bin ich, haargenau so! Und trotzdem, diese innere Sehnsucht ist trotzdem immer da. Aber woher soll ich wissen wie ich damit umgehen soll, wenn ich das nie gelernt habe?

Ich weiss, ich bin für die meisten ein einziger Alptraum, aber auch wenn ich nicht so wirke, freue ich mich immer mit allen anderen Menschen mit, und das ehrlich. Scheinbar kommt meine Mitfreude nicht an, und das macht mich echt traurig. Aber gut, wie hat S. immer so schön gesagt, wenn ich in deine Augen sehe ist das für mich die größte Freude. Blöd, dass das nicht alle können, und sie jetzt auch nicht mehr. Man sagt ja so schön, Augen sind der Spiegel der Seele, und das stimmt absolut.

Bei einem bin ich mir aber absolut sicher, auch wenn ich vielleicht bei erwachsenen Menschen Probleme mit Nähe usw. habe, meine Prinzessin und meine Tiere bekommen all meine Liebe, und das ist eine ganze Menge, eher fast zuviel, naja… dafür wird man dann natürlich auch wieder gerügt. Aber bei Erwachsenen bin ich halt ein verängstigtes wildes Tier, und anstatt mich vorsichtig an sich zu gewöhnen und zu zähmen wollen alle direkt, dass ich perfekt bin. Das bin ich aber nicht, und so stehe ich mal wieder alleine da, weil man meine Worte einfach falsch verstehen will. Weinendes Smiley Scheisse ey.