Zerbrochen.

Ich glaube gestern habe ich den dümmsten Fehler seit ca. 1,5 Jahren begangen. Ich hab darüber zwar schon länger nachgedacht, aber manchmal ist es einfach besser die Klappe zu halten. Aber gestern Abend brach mal wieder alles über mich herein, und in diesem emotionalen Tief musste ich feststellen wie unwichtig ich bin. Mich zerreißt es, und ich kann nichts daran ändern. Nochmal alles aufgezählt zu bekommen was ich alles nicht habe hat mich zerrissen, und wieder in diese Kerbe gehauen, die mir schon die ganze letzte Zeit zu schaffen macht. Und dann immer diese Erinnerung „du bist es nicht wert“, und das sitzt so tief, wie es nur sitzen kann.

Jetzt bin ich in einer Klinik und trotzdem fühl ich mich einfach nur wertlos, und bekomme nicht annähernd das Gefühl das ich auf dem Weg der Besserung bin. Ich schaffe es ja nicht mal nach vorn zu gehen und zu sagen wenn mir was fehlt. Mir fehlt aber etwas, bei dem mir niemand helfen kann. Kein Mensch dieser Welt wird es schaffen mich wieder auf den rechten Weg zu lenken, wenn diese Abscheu so tief sitzt.

Und wieder diese Gedanken vom Ende…

Schönheitsideal.

Egal wann in diesem Leben, niemals habe ich bisher in irgend ein Schönheitsideal gepasst. Das liegt leider nicht alleine an mir, sondern viel an der Natur.

Ich schau mich im Spiegel an, und ich möchte gern losheulen, weil ich weiss, dass die meisten Menschen wohl eher lästern und reden werden. Nicht einmal mein Gesicht ist in irgend einer Art schön geworden, nein, ich sehe aus wie mein Vater, und naja, schön ist anders, das weiss ich selbst.

Dann sind da aber noch diese körperlichen Dinge. Erst war ich allen zu dünn, da wurde ich mit Worten wie Brett mit Warzen oder Klappergestell bedacht, und jetzt lästern die Leute so laut, dass ich ihre Kotzgeräusche im Vorbeigehen hören kann.

Nicht alle dieser Menschen sind besonders hübsch, dann könnte ich das ja noch irgendwie verstehen wenn ich denen zu Füssen liegen muss, aber wenn man selbst kaum besser aussieht als ich, dann fühle ich mich einfach nur gekränkt. Ich fühle mich so und so von solchen Reaktionen gekränkt, aber wen interessiert das schon?

Ich bin einfach nur traurig, traurig das alles nur auf äußere Umrisse reduziert wird. Das Blutengel-Konzert war dafür wieder einmal bester Beweis. Die schwarze Szene stellt sich immer als so super akzeptanzbereit hin, aber in Wirklichkeit verschmelzen auch diese Menschen mit der breiten Maße. Akzeptanz und Respekt Fehlanzeige… 🙁

Traurig.

Alle Menschen wünschen sich immer "so genommen zu werden wie man ist". Das kann ich auch verstehen, ich gehöre ja schließlich auch zu alle Menschen. Aber es gibt Punkte, die gefallen einem persönlich einfach nicht so, dass man sie zwar hin nimmt, sie aber deswegen nicht unbedingt gut findet. Ich denke das ist normal. Menschen die ihre eigene Meinung haben, sollten sie deshalb trotzdem weiter vertreten dürfen. Schade wenn man die nicht mal sagen darf. Sagen heißt ja nicht, das der andere Mensch sie sogleich voll annehmen, oder überhaupt annehmen muss als seine eigene. Darum geht es ja eigentlich gar nicht.

Wenn man immer wieder in Frage gestellt wird, und immer kommt "die anderen haben ja gesagt…", dann fühlt man sich nicht besonders gut, und schon gar nicht angenommen. Mir war es immer egal was andere Menschen gesagt haben, trotzdem haben die Menschen bei mir selbst immer eine Chance bekommen. Siehe S., der war ja nun wirklich nicht der "Traummensch", aber auch er hat seine Chance, oder besser gesagt gleich mehrere bekommen. Am Ende war ich es, die alleine da stand, und der Arsch war.

Wenn dann aber von Menschen, die mich absolut nicht kennen, so Sprüche kommen wie gestern von J. Schwester, dann frag ich mich, was soll das eigentlich? "Dich braucht sowieso keiner." Sowas muss ich mir sagen lassen, und dann muss ich mir dazu noch geben, dass ich die Menschen nicht nehme wie sie sind? J. ist immer so verletzt gewesen, egal ob ich einfach nur meine Meinung gesagt habe zu einem Thema, oder ob ich versucht habe sie aufzubauen. Kam nicht so an, war blöd, aber es tat mir leid. Ich hab es dann lieber gelassen, weil ich dachte, sie kann sich so besser selbst wieder fangen. Aber ich bin niemals so unter die Gürtellinie gegangen, und was anderes ist das nicht. Egal ob ich den Menschen kenne oder nicht, wer mir sowas sagt, der hat nur ein Ziel, er will verletzen, und sonst nichts. Ich kann ja verstehen, dass man die kleine Schwester beschützen möchte, aber das muss man nicht auf diese Art tun. Aber das steht natürlich jedem frei. Die Entschuldigung "ich hab damit aber nix zutun" kommt so absolut unehrlich rüber, wenn dann sofort im Anschluss wieder Anklagen kommen.

Mir vorwerfen lassen, dass ich gelogen habe muss ich auch nicht. Denn nur wenn etwas nicht so ankommt wie es gemeint ist, heißt noch lange nicht ich lüge, oder meine etwas wirklich so wie es ankommt. Man muss nicht immer in alles etwas hinein interpretieren. Da ich das aber selbst auch gut kann, kann ich das nicht so übel nehmen. Das kann man klären, wenn man will.

Wenn ich verletzt bin, dann bin ich erstmal verletzt. Dann mag ich nicht sofort antworten. Ich glaub das ist eine der Sachen die ich mir "abgeschaut" habe. Aber nicht mit Absicht. Immerhin könnte ich auch gleich rumpoltern, aber das will ich gar nicht, weil das ja auch nicht besser ankommen würde. Wieso muss man dann immer gleich eingeschnappt sein?

Wenn man dann noch zig mal gesagt bekommt "du magst mich ja sowieso nicht, du kannst mich ja nicht leiden, dann kannst du mich ja auch gleich löschen", ist das nicht grad förderlich für mich jemand zu mögen. Das gibt mir eher das Gefühl, dass ich nur "ausgetestet werden soll", oder einfach nur eine Verschiebung/Spiegelung statt findet. Klar, ich sage ganz offen und frei, dass ich jemand vermisst habe, und das auch noch, obwohl ich absolut ungern sage was ich fühle, weil es doch eh nur mit Füssen getreten wird. Wieso sollte sowas gelogen sein??? Was hätte ich davon? War ich nicht die Jenige, welche sie wieder angeschrieben hat?

Muss immer das Wort "danke" geschrieben werden, um jemand für etwas "zu danken". Muss ich nach Problemen gleich zur "Normalität" zurück gehen können, obwohl der andere es selbst nicht kann?

Wie ernst genommen fühlt man sich wohl, wenn über alles und jeden nur positive Worte geschrieben werden, und über einen selbst immer nur das Negative? 

Wenn ich so negativ bin wie J. gestern geschrieben hat, dann ist es wohl wirklich besser wenn wir wieder komplett getrennte Wege gehen. So weh wie das auch tut, irgendwann ist bei mir auch eine Grenze erreicht, und so sehr man mich schon schlecht gemacht hat, ein kleiner Funke in mir sagt, ganz so schlecht kann ich nicht sein, das geht einfach gar nicht. Irgendwas an mir muss auch gut sein, zumindest ist das meine große Hoffnung. 🙁 

Ich hab gestern so geheult, aber wen interessiert das schon. 🙁 Gefühle anderer werden dauernd thematisiert, aber was ist mit mir? 🙁 Und dann aus Frust C. die Schuld geben ist so unnötig… aber egal. *seufz* 

Es hat wohl nicht sollen sein. 🙁

Distanz.

Ich find es schon wieder ziemlich aussagekräftig was passiert ist. Ich hab zu den meisten Menschen eine ziemliche innere Distanz, auch wenn ich versuche zu denen nett und zuvorkommend zu sein. Wenn die Menschen versuchen mich mit Worten zu überzeugen wie nett sie doch sind, und wie gern sie mich mögen, bleibt immer eine Portion Zweifel zurück, und bisher hat mir meine Erfahrung recht gegeben. Menschen reden ja gern wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, aber wenn es um sie selbst geht, dann hätten sie doch gern total viel Rücksicht.

Ich bin wirklich kein Mensch der darauf pocht, dass man sich ganz viel mit mir beschäftigt, weil ich weiss wie oberflächlich das ist, wenn es nur über FB ist. Man liked hier was, und da was, und bald liked man ohne Sinn und Verstand einfach alles was in der eigenen Timeline an einem vorbei rauscht, und dann macht man auch mal ein paar blöde Sprüche. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn es Menschen gibt, wo man doch weiß wie sensibel die sind, dass die dann darauf vielleicht reagieren. 

Es gibt einfach Worte, die lösen in mir einfach nur Schmerz aus. Mich eklig zu nennen ist so etwas. Wenn man etwas "allgemein" nicht mag, dann kann man das einfach schreiben, aber muss man mir schreiben wie eklig bestimmte Sachen sind? Vor allem verletzt es mich, wenn es ausgerechnet eines der wenigen Körperteile ist, dass ich ein kleines bisschen mag. Das würde wohl jedem so gehen.

Warum kann man das nicht einfach in neutralen Worten sagen? Wieso muss man gleich die volle Breitseite an Negativität mit einbringen? Ich begreif das einfach nicht. Und wieso darf man nicht mal sagen, dass das verletztend war? 

Ich bin der Meinung, wenn man jemanden wirklich mag, darf man den Jenigen auch darauf hinweisen wenn einen was weh tat, wenn es die falsche Wortwahl war. Bei Menschen, die keinerlei wirkliches Interesse an einem haben klickt ganz schnell der Finger zum Abwurf von der Freundesliste. Klappe die Zweite. 

Wieder war ich skeptisch, wieder wollte ich das alles gar nicht, und wieder hab ich nachgegeben. Ich bin manchmal so so so dumm. Und wieder verletzt es mich, auch wenn es das nicht sollte, weil es kein Mensch war, der für mich da war, wenn ich jemand gebraucht hätte. *seufz*

Dieser ewige Zwiespalt macht mich echt fertig, aber diese Erfahrung gibt mir mal wieder recht. 🙁